November 2019: Filmprojektor - Seite 4 

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November 2019: Filmprojektor 

Hier sehen Sie einen Filmprojektor der Marke Siemens (ja, das haben die auch mal gemacht!).

Wer damit arbeiten wollte, benötigte einen Filmvorführschein, der nach einer Fortbildung von der Bildstelle ausgestellt wurde.
Ehe die Vorführung im Unterricht - in den 60er und 70er Jahren noch ein Großereignis! - beginnen konnte, musste zuerst der Bügel oben ausgeklappt werden. Dann wurde der Film, der als perforierter Kunststoffstreifen auf eine Metallspule gewickelt war und in einer "Filmdose" ausgeliefert wurde, eingelegt. Wer dabei nicht aufpasste, lief Gefahr, dass die Zahnräder die Perforation beschädigten. Anschließend musste der Filmstreifen auf der Leerspule befestigt werden.

Wer Glück hatte, konnte jetzt starten - wackelndes und unruhiges Bild hin und schlechter Ton her. "Bandsalat" lag als stete Drohung über dem ganzen Vorhaben, denn dann ging gar nichts mehr, sehr zur Enttäuschung der Klasse.
Denn die Filme, die es meist nur in begrenzter Kopienzahl gab, musste sehr kurzfristig zurückgegeben werden. Und ob der Projektor in der nächsten Stunde verfügbar war?

Gerne vergaßen Lehrkräfte, zurückzuspulen ... Unachtsamkeit gab's also schon vor dem digitalen Zeitalter.

Those were the days.

 

Fotos: H. Bruns / OSM